Zwei Haftmaterialien auf einer Etikettenbahn – geht das?

Juni J, 2026 3:04 p.m. by Rimoun Fahda

Schlegel Blog

Ob Chargenverfolgung, Bauteilkennzeichnung, QS-Dokumentation oder Rückverfolgbarkeit: In vielen industriellen Prozessen reicht ein einzelnes Standardetikett nicht aus.

Ein Etikett muss dauerhaft auf einer Metalloberfläche haften.
Ein weiteres wird auf ein Kunststoffgehäuse geklebt.
Ein drittes Etikett landet in der QS-Dokumentation, auf einem Prüfprotokoll oder in einer Begleitmappe.

Auf den ersten Blick klingt das nach einem einfachen Kennzeichnungsprozess. In der Praxis wird es jedoch schnell komplex. Denn jede Oberfläche stellt andere Anforderungen an das Haftmaterial, den Klebstoff und den gesamten Etikettenaufbau.

Wenn ein Haftmaterial nicht mehr ausreicht

Metall, Kunststoff, pulverbeschichtete Oberflächen, strukturierte Bauteile oder Papierdokumente verhalten sich bei der Verklebung völlig unterschiedlich.

 

Entscheidend sind dabei unter anderem:

  • Oberflächenenergie des Untergrunds
  • Temperaturbereich im Einsatz
  • Klebstoffsystem
  • Obermaterial des Etiketts
  • Materialdicke und Flexibilität
  • Beständigkeit gegen Abrieb, Chemikalien oder Feuchtigkeit
  • Anforderungen an Thermotransferdruck, Barcode oder Datamatrix-Code

 

Gerade bei technischen Anwendungen stößt ein einzelnes Haftmaterial deshalb schnell an seine Grenzen.

 

Die Folge: Für einen einzigen Dokumentations- oder Kennzeichnungsprozess werden mehrere verschiedene Etikettenrollen eingesetzt. Eine Rolle für das Bauteil, eine Rolle für die Dokumentation, eventuell noch eine weitere Rolle für eine temporäre Kennzeichnung oder ein Abdecketikett.

 

Das funktioniert zwar – ist aber nicht immer prozesssicher.

Mehrere Etikettenrollen bedeuten mehr Handling

Mit jeder zusätzlichen Etikettenrolle steigt der Aufwand im Prozess.

 

Es müssen mehrere Materialien beschafft, gelagert, bereitgestellt und korrekt zugeordnet werden. Gleichzeitig erhöht sich das Risiko, dass im Arbeitsalltag ein Etikett vergessen, vertauscht oder falsch eingesetzt wird.

Gerade in der Produktion, Qualitätssicherung oder Montage kann das schnell zu Problemen führen:

 

Ein Etikett klebt auf dem richtigen Bauteil, aber der Dokumentationsaufkleber fehlt.
Oder die QS-Dokumentation ist vollständig, aber die Bauteilkennzeichnung wurde nicht sauber umgesetzt.


Oder es werden versehentlich Etiketten aus unterschiedlichen Chargen oder Rollen kombiniert.

Für die Rückverfolgbarkeit, Dokumentationspflicht und Prozesssicherheit ist das alles andere als ideal.

Zwei Haftmaterialien auf einer Trägerbahn

Als Spezialetikettendruckerei können wir bei Schlegel Etiketten unterschiedliche Haftmaterialien auf einer gemeinsamen Trägerbahn kombinieren.

Das bedeutet: Zwei oder mehr Etiketten mit unterschiedlichen Materialeigenschaften befinden sich auf derselben Etikettenbahn beziehungsweise Etikettenrolle.

 

Ein Beispiel:

Ein robustes Folienetikett mit passendem Klebstoffsystem für die Bauteilkennzeichnung.
Direkt daneben ein weiteres Etikett aus einem anderen Haftmaterial für die QS-Dokumentation.
Beide Etiketten laufen gemeinsam über dieselbe Trägerbahn und sind prozessseitig eindeutig miteinander verbunden.

 

So lassen sich unterschiedliche Anforderungen in einer Etikettenlösung zusammenführen.

Mehr Prozesssicherheit in der Kennzeichnung

Der große Vorteil liegt nicht nur im Materialaufbau, sondern auch im Prozess.

Wenn die Etiketten gemeinsam auf einer Bahn angeordnet sind, entsteht automatisch ein klarer Zusammenhang zwischen Bauteilkennzeichnung und Dokumentationsetikett.

 

Das verbessert die Nachvollziehbarkeit im Kennzeichnungsprozess. Denn wenn die Trägerbahn leer ist, ist auch klar: Die vorgesehenen Etiketten wurden verarbeitet.

 

Gerade bei Serienprozessen, Prüfprozessen, Baugruppenkennzeichnung oder Chargendokumentation kann das ein echter Vorteil sein.

 

Statt mehrere Rollen parallel zu verwalten, wird eine abgestimmte Etikettenlösung eingesetzt. Das reduziert Handling, Suchaufwand, Verwechslungsgefahr und unnötige Abstimmungen im Produktionsalltag.

Typische Einsatzbereiche

Mehrere Haftmaterialien auf einer Etikettenbahn können überall dort sinnvoll sein, wo unterschiedliche Klebeeigenschaften oder Materialanforderungen in einem Prozess zusammenkommen.

 

Beispiele aus der Praxis:

  • Bauteilkennzeichnung und QS-Dokumentation
  • Chargenverfolgung und Rückstellmuster
  • Typenschildetiketten und Begleitdokumente
  • Prüfetiketten und Dokumentationsaufkleber
  • Abdecketiketten und Kennzeichnungsetiketten
  • Kombination aus permanent haftenden und wiederablösbaren Etiketten
  • Etiketten für unterschiedliche Untergründe wie Metall, Kunststoff und Papier

 

Besonders interessant wird diese Lösung, wenn zwei oder mehr separate Etikettenrollen im Prozess nicht praktikabel sind oder die Kennzeichnung möglichst eindeutig und prozesssicher erfolgen soll.

Grenzen der Machbarkeit

Natürlich ist nicht jede Kombination beliebig umsetzbar.

 

Bei der Entwicklung einer solchen Etikettenlösung müssen verschiedene technische Faktoren geprüft werden:

  • Materialdicke der eingesetzten Haftmaterialien
  • Kompatibilität der Obermaterialien
  • Klebstoffauftrag und Trägermaterial
  • Stanzbarkeit der Etikettenkontur
  • Bahnaufbau und Weiterverarbeitung
  • Druckverfahren, zum Beispiel Thermotransferdruck oder Digitaldruck
  • Spendbarkeit und Verarbeitung beim Kunden
  • Etikettengröße, Abstand und Laufrichtung

 

Gerade bei mehrbahnigen oder kombinierten Etikettenlösungen ist eine technische Abstimmung wichtig. Denn die Etiketten müssen nicht nur bei uns sauber produziert werden, sondern auch im späteren Prozess beim Kunden zuverlässig funktionieren.

Fazit: Eine Etikettenbahn, mehrere Anforderungen

Zwei Haftmaterialien auf einer Etikettenbahn sind technisch möglich und können in vielen Anwendungen einen echten Mehrwert bieten.

 

Vor allem dann, wenn unterschiedliche Oberflächen, verschiedene Klebstoffanforderungen oder mehrere Dokumentationsschritte in einem Prozess zusammenkommen.

 

Die Lösung kann helfen, den Kennzeichnungsprozess zu vereinfachen, die Prozesssicherheit zu erhöhen und das Handling in Produktion, QS und Montage deutlich zu reduzieren.

 

Als Spezialetikettendruckerei prüfen wir gemeinsam mit unseren Kunden, welche Materialkombination, welcher Etikettenaufbau und welche Verarbeitung für die jeweilige Anwendung sinnvoll und technisch machbar ist.

Sie haben einen Kennzeichnungsprozess mit mehreren Etiketten, unterschiedlichen Untergründen oder komplexen Dokumentationsanforderungen? Dann sprechen Sie uns gerne an.



Verschlussetiketten mit Sicherheitsstanzung – sichtbarer Manipulationsschutz durch konstruktive Etikettentechnik

März J, 2026 3:32 p.m. by Rimoun Fahda

Schlegel Blog

 

 

In vielen industriellen Anwendungen ist eine eindeutige Manipulationserkennung von zentraler Bedeutung. Ob bei elektronischen Komponenten, Ersatzteilen, Geräten oder Transportverpackungen – häufig muss eindeutig erkennbar sein, ob eine Verpackung oder ein Produkt bereits geöffnet wurde.

Hierfür stehen verschiedene Siegel- und Sicherheitsetiketten zur Verfügung, die genau diese Funktion erfüllen sollen:

Sie machen sichtbar, wenn ein Verschluss oder eine Verpackung nachträglich geöffnet oder manipuliert wurde.

Neben bekannten Lösungen wie VOID-Sicherheitslabels oder speziellen Siegelfolien können auch Verschlussetiketten mit Sicherheitsstanzung eingesetzt werden.

Funktionsprinzip der Sicherheitsstanzung

 

Bei dieser Lösung wird während des Stanzprozesses eine zusätzliche Innenkontur bzw. Sicherheitsstanzung in das Etikett eingebracht.

Wird versucht, das Etikett nach dem Aufbringen wieder zu entfernen, entsteht an diesen Innenstanzungen eine mechanische Schwächung der Materialstruktur. Das Etikett reißt entlang dieser Bereiche ein und kann nicht mehr vollständig und unbeschädigt abgelöst werden.

Dadurch wird eine Manipulation oder Öffnung der Verpackung unmittelbar sichtbar.

Technische Ausführung der Sicherheitsstanzung.

Diese Innenstanzung wirkt als definierte Sollbruch- oder Sollreißstelle, die in ihrer Funktion einer Perforation ähnelt. Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass diese Stanzstruktur unauffällig innerhalb der Etikettenform platziert wird. Meist werden Zick-Zack Stanzungen oder perforationsartige Linien eingesetzt, um ein undefiniertes Einreißen zu unterstützen.  

Je nach eingesetztem Etikettenmaterial kann es sinnvoll sein, innerhalb der Sicherheitsstanzung zusätzlich feine Microstege zu integrieren.

 

Diese Microstege erfüllen zwei wichtige Funktionen:

  • Verbesserung der mechanischen Stabilität während der Applikation
  • Vermeidung eines vorzeitigen Einreißens beim Aufkleben

Sicherheitsfunktion auch mit Standardmaterialien

Ein wesentlicher Vorteil dieser Lösung liegt in ihrer konstruktiven Flexibilität.

 

Durch den gezielten Einsatz von Sicherheitsstanzungen lassen sich auch Standard-Haftmaterialien mit einer zusätzlichen Sicherheitsfunktion ausstatten. Dadurch können Sicherheitsmerkmale integriert werden, ohne zwingend auf spezielle Sicherheitsfolien oder komplexe Materialaufbauten zurückgreifen zu müssen.

 

Dies eröffnet insbesondere bei industriellen Anwendungen eine wirtschaftliche Möglichkeit, Verpackungen oder Produkte mit einem sichtbaren Manipulationsschutz auszustatten.

 

Je nach Ausführung und Anwendungsfall empfiehlt sich bei der Auslegung der Verschlussetiketten mit Sicherheitssatzung eine gezielte Abstimmung mit dem Anwender und dem Etikettenhersteller vorzunehmen.



Ablösbare hitzebeständige Etiketten – ein technischer Zielkonflikt

Januar J, 2026 1:08 p.m. by Rimoun Fahda

Schlegel Blog

In zahlreichen industriellen Anwendungen, wie Trocknungsprozessen, Pulverbeschichtungen, Autoklaven oder thermischen Ofenprozessen, werden Etiketten benötigt, die Bauteile während eines definierten Zeitraums zuverlässig kennzeichnen oder Flächen temporär abdecken. Nach der thermischen Belastung sollen diese Etiketten jedoch idealerweise wieder rückstandsfrei entfernt werden.

Genau an diesem Punkt zeigt sich ein grundlegender technischer Zielkonflikt. Mit steigender Temperatur verändern sich die physikalischen Eigenschaften der Klebstoffe deutlich. Der Klebstoff wird weicher und beweglicher, wodurch sich die Benetzung des Untergrundes verbessert. Gleichzeitig nimmt jedoch die innere Festigkeit des Klebstofffilms ab. Dies kann dazu führen, dass der Klebstoff zu schmieren beginnt, in die Oberfläche eindringt oder seitlich austritt, was ein sauberes Ablösen erschwert.

Bei längerer Temperatureinwirkung oberhalb von etwa 150 °C können zusätzlich chemische Alterungsprozesse einsetzen. Abhängig vom chemischen Aufbau des Klebstoffsystems kommt es entweder zu einer weiteren Erweichung oder zu einer Versprödung des Materials. Beide Effekte wirken sich negativ auf die spätere Ablösbarkeit aus.

In der Praxis lassen sich daher nur anwendungsspezifische Kompromisslösungen realisieren. Dazu zählen eine zeitlich begrenzte Ablösbarkeit, klar definierte Temperatur- und Prozessfenster, eine angepasste chemische Zusammensetzung des Klebstoffes sowie ein gezielt abgestimmtes Auftragsgewicht. Eine fundierte technische Analyse der Anwendung ist daher entscheidend für die Auswahl einer geeigneten Etikettenlösung.

Gerne stehen wir Ihnen als Spezialetikettendrucker für Fragen und möglichen Entwicklungsthemen rund um das Thema hitzebeständige ablösbare Etiketten zur Verfügung.



Schlegel Etiketten wünscht frohe Weihnachten!

Dezember J, 2025 4:17 p.m. by Rimoun Fahda

Schlegel Blog

Wir vom Schlegel Etiketten-Team bedanken uns zum Jahresende bei Ihnen für ein ereignisreiches Jahr 2025.

Wir blicken zurück, auf ein spannendes Jahr, welches für uns nicht hätte einzigartiger sein können. Geprägt von spannenden Projekten rund um industrielle Kennzeichnungen sowie neuen Erkenntnissen zu Etikettenlösungen und deren Einsatzgebieten.

Wir danken Ihnen für die gemeinsame Zusammenarbeit bei Entwicklungsthemen rund um die Welt der Etiketten.

Über die Feiertage gehen wir ab dem 19.12.2025 in die Ferien und sind ab dem 07.01.2026 wieder für Sie da.

Wir wünschen Ihnen entspannte Festtage und einen guten Start ins neue Jahr 2026.



Kryogenische-Etiketten: zuverlässig markieren bis –196 °C

Dezember J, 2025 10:57 a.m. by Rimoun Fahda

Schlegel Blog

Unser krygonischen Etiketten ermöglichen eine dauerhaft lesbare Kennzeichnung auf fast allen Kunststoff- und Glasbehältern in kryogenischen Anwendungsbereichen. Genau dafür sind unsere kryogenischen-Etiketten entwickelt worden. Sie wurden speziell für extreme Kälteumgebungen konstruiert und behalten auf Grund der hohen Kohäsionskraft des Klebstoffes ihre Haftung auch dann, wenn Temperaturen in den Bereich von flüssigem Stickstoff fallen.

Unsere Etiketten bleiben bei –196 °C ebenso stabil wie bei kurzzeitigem Erwärmen bis +100-+120 °C ideal für Tiefkühllager, Schockfrostprozesse, Transport auf Trockeneis und autoklavierbare Anwendungen.

Dank der Oberflächenbeschaffenheit können die Kryogenischen-Etiketten mit geeigneten Thermotransferdruckern, so wie Laserdruckern und auch mit geeigneten Markerstiften beschriftet werden.  

Als Spezialetikettendruckerei können wir die Form und Ausführung der Etiketten an ihren Anforderungen anpassen, so lassen Sich die Etiketten flexibel einsetzen, z. B. auf

  • Probengefäßen
  • Zentrifugenröhrchen, Küvetten
  • vielen weiteren Kunststoff- und Glasbehältern

 

aus dem kryogenischen Laborbereich. Die starke Haftung sorgt dafür, dass die Beschriftung sowohl bei kurzfristiger Verarbeitung als auch bei langjähriger Lagerung zuverlässig bleibt.

Da in kryogenen Anwendungen jede Oberfläche andere Anforderungen stellt, empfehlen wir je nach Behältermaterial und Einsatzszenario eine kurze Bemusterung, um das optimale Etikettensystem auszuwählen.



Am Puls der Etikettenindustrie – meine Eindrücke von der VSKE-Herbsttagung 2025

November J, 2025 12:14 p.m. by Rimoun Fahda

Schlegel Blog

Schlegel Etiketten bei Verband der Hersteller selbstklebender Etiketten und Schmalbahnconverter VSKEDie VSKE-Herbsttagung des Verbands der selbstklebenden Etiketten und Schmalbahnconverter e.V. ist jedes Jahr ein echtes Highlight für unsere Branche – letzte Woche hat Sie stattgefunden und für mich persönlich war es wieder ein Pflichttermin.

 

Als Etikettenhersteller, Schlegel Etiketten, ist es mir wichtig, über den Tellerrand hinauszuschauen und die Entwicklungen der Etikettenindustrie nicht nur zu beobachten, sondern aktiv vorauszudenken. Denn gerade in Zeiten, in denen sich Rahmenbedingungen, Technologien und Kundenerwartungen so schnell verändern, braucht es Orientierung und Austausch.

Spannende Themen, die mich besonders beeindruckt haben:

  • Die Umsetzung der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) durch die BLE
  • Konformität bedruckter Haftetiketten und die neue deutsche Druckfarbenverordnung
  • Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft beim Release Liner
  • Die wachsende Bedeutung von Funktionsetiketten
  • RFID-Technologien und ihre Potenziale für die Label Industrie
  • sowie Themen wie IT-Sicherheit und Risiken von Naturgefahren, die auch uns als Hersteller zunehmend betreffen

Ich nehme viele Impulse und Denkanstöße mit und natürlich auch konkrete Handlungsfelder für unseren Betrieb.

 

Solche Veranstaltungen zeigen mir immer wieder, wie wichtig es ist, die eigene Perspektive zu erweitern und sich mit anderen aus der Branche auszutauschen.

 

Ein Blick über den Tellerrand, der sich jedes Mal aufs Neue lohnt.



Sicherheitsetiketten – zerstörend, spaltbar und splitternd

Oktober J, 2025 11:57 a.m. by Rimoun Fahda

Schlegel Blog

Wenn Sicherheit an erster Stelle steht, sind Etiketten gefragt, die sich nicht unbemerkt ablösen lassen. In der Praxis werden hierfür sogenannte Sicherheitsetiketten eingesetzt – Materialien, die beim Manipulationsversuch bewusst zerstört werden.

Als Spezialetikettendruckerei entwickeln wir Lösungen auf Basis von Acrylat- und Acetat-Haftmaterialien sowie spaltbaren PE-Folien, die beim Ablösen in sich brechen, splittern oder sich schichtweise trennen. Der Effekt: Eine einmal verklebte Kennzeichnung kann nicht ohne sichtbare Spuren entfernt werden.

Wie funktioniert das?

Die Struktur dieser Haftmaterialien ist so aufgebaut, dass das Material bei Zug oder Spannung am Ablösepunkt reißt oder bricht. Auf Grund dieser Tatsache splittert das Etikett beim Ablöseversuch schrittweise in kleine Teile – ein eindeutiges Zeichen für eine Manipulation.

Vorteil in der Anwendung:

Diese Sicherheitsetiketten bieten eine irreversible Manipulationsanzeige. Sie zeigen eindeutig, wenn ein Gerät, eine Verpackung oder ein Bauteil geöffnet oder verändert wurde. Damit eignen sie sich ideal für Verschlussetiketten, Siegeletiketten oder Originalitätssiegel in sicherheitskritischen Bereichen.

Worauf zu achten ist:

Damit die Zerstörung zuverlässig funktioniert, müssen Material und Klebstoff exakt auf die Oberfläche abgestimmt werden. Nur auf sauberen, fett- und staubfreien Untergründen kann der Sicherheitsmechanismus seine volle Wirkung entfalten.

Diese zerstörenden, spaltbaren und splitternden Sicherheitsetiketten erfüllen höchste Anforderungen an Manipulationsschutz – und sorgen dafür, dass Sicherheit auch sichtbar bleibt.



Etikettenwissen pur – Labelexpo 2025 in Barcelona 2025

September J, 2025 12:11 p.m. by Rimoun Fahda

Schlegel Etiketten

Etikettenwissen und Anregungen für Etikettenhersteller aus erster Hand. Gerade für kleine Spezialetikettendruckerei für besondere und kundenspezifische Etiketten- und Kennzeichnungslösungen ist die führenden Messe Labelexpo 2025 ein Muss! Ob neue Technologien, neue Haftmateralien, Trends in der Etikettenbrache, Impulse und Ideen für die Fertigungstechnik – die Label Expo 2025 hat wieder viele neue Anregungen geliefert, die wir als Spezialisten für selbstklebende Etikettierung in unserem Erfahrungsschatz stärken, um dies in die Entwicklung für Kundenspezifische Lösungen einfliessen zu lassen.

Die Labelexpo bietet Einblicke in Welt der Etiketten- und Verpackungsdrucktechnologie ein, mit 637 Ausstellern gibt es viele Impulse rund im den Bereich der für Druck- und Konvertierungstechnologie im Bereich Etiketten und somit viele Innovationen und Anregegungen



Stark durch Netzwerke – Warum wir im DMPI aktiv sind

August J, 2025 12:20 p.m. by Rimoun Fahda

Schlegel Etiketten

Seit Anfang 2025 sind wir Mitglied im DMPI (Industrieverbände Druck und Medien, Papier- und Kunststoffverarbeitung Baden-Württemberg). Für uns als Spezialetikettenhersteller und kleines, hochspezialisiertes Team ist dieser Schritt ein wichtiger Baustein, um unsere fachliche Kompetenz kontinuierlich auszubauen.

 

Netzwerke wie der DMPI bieten uns nicht nur Zugang zu aktuellen Brancheninformationen, sondern auch zu Fachseminaren, Weiterbildungen und praxisnahen Schulungen. Besonders wertvoll ist für uns der direkte Austausch mit anderen Unternehmen – vom Erfahrungstransfer über gemeinsame Lösungsansätze bis hin zu Partnerschaften.

Gerade als KMU ist es entscheidend, immer am Puls der Zeit zu bleiben: Neue Materialien, innovative Drucktechnologien oder geänderte Normen können für unsere Kundenprojekte den Unterschied machen. Durch den DMPI stärken wir unser Know-how in der Etikettenproduktion, um so weiterhin zuverlässiger Partner für individuelle, technische und hochwertige Kennzeichnungslösungen zu sein.

Denn unser Ziel ist klar: Gemeinsam mit unseren Kunden die besten Lösungen entwickeln – und das auf Basis aktueller Fachkenntnisse und Branchenstandards.



Aluminiumetiketten – robust, hitzebeständig und vielseitig einsetzbar

Juli J, 2025 2:24 p.m. by Rimoun Fahda

Schlegel Etiketten

Wenn Standardetiketten an ihre Grenzen stoßen, kommen Aluminiumetiketten zum Einsatz.

In industriellen Umgebungen müssen Etiketten weit mehr leisten als bloße Informationsweitergabe. Sie müssen hohe Temperaturen, UV-Strahlung, Chemikalien oder mechanischem Abrieb standhalten. Genau hier kommen Aluminiumetiketten ins Spiel.

Aluminiumetiketten bestehen aus widerstandsfähiger, selbstklebender Aluminiumfolie, die speziell für den Einsatz in anspruchsvollen technischen Bereichen entwickelt wurde. Das Material kombiniert hohe Formstabilität mit guter Temperatur- und Medienbeständigkeit – und bietet damit deutliche Vorteile im Bereich der industriellen Kennzeichnung.

Eigenschaften der selbstklebenden Aluminiumfolie

Im Vergleich zu Papieretiketten zeichnen sich Aluminiumetiketten durch folgende Materialeigenschaften aus:

  • Gute Temperaturbeständigkeit: Einsatzbereiche von –40 °C bis +90 °C sind problemlos möglich.
  • Sehr gute Barrierewirkung: Schutz vor Feuchtigkeit, UV-Strahlung, Fetten und Lösungsmitteln.
  • Formstabilität: Auch bei hohen Temperaturen und mechanischer Beanspruchung bleibt die Etikettenform erhalten.

 

Ein weiterer zentraler Faktor ist der Klebstoff: Zum Einsatz kommt ein lösemittelbasierter Spezial-Acrylat-Kleber mit permanenter Haftung. Dieser Kleber eignet sich besonders für anspruchsvolle Anwendungen auf unterschiedlichsten Oberflächen – ob glatte Metallgehäuse oder leicht strukturierte Bauteile.

Typische Anwendungsbereiche

Aluminiumetiketten werden überall dort eingesetzt, wo herkömmliche Etikettenmaterialien nicht mehr ausreichen. Typische Anwendungen finden sich z. B. in folgenden Bereichen:

  • Maschinenbau und Anlagenkennzeichnung
  • Elektrogerätebau und Haushaltsgeräte
  • Typenschilder und Gerätekennzeichnung
  • Informationsträger für industrielle Komponenten
  • Automotive und Nutzfahrzeugtechnik

Spezialanwendungen – mehr als nur Etiketten

Die ca. 40 µm starke Aluminiumfolie erlaubt nicht nur klassische Kennzeichnungen, sondern auch flächige Abdeckungen und Schutzfunktionen zu Isolierung sensibler Oberflächen. Darüber hinaus bietet die selbstklebende Aluminiumfolie auch gestalterischen Spielraum: In vielen Fällen dienen Aluminiumetiketten gleichzeitig als schützende Verkleidung oder funktionales Designelement – beispielsweise bei der optischen Aufwertung von Bedienelementen.

Aluminiumetiketten auf Basis selbstklebender Aluminiumfolie bieten eine langlebige und technisch erprobte Lösung für industrielle Kennzeichnungen. Sie kombinieren Materialbeständigkeit, hohe Haftkraft und präzise Verarbeitung – und sichern so die dauerhafte Identifikation von Bauteilen, Geräten und Maschinen auch unter schwierigen Bedingungen.